„GRENZEN“

67. DGPT Jahrestagung 2016
30. September–02. Oktober
Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr verehrte Gäste,

wir freuen uns, dass wir Ihnen in diesem Jahr wieder ein umfangreiches und hoffentlich ansprechendes Programm für unsere inzwischen 67. Jahrestagung vorstellen können – wie bereits angekündigt möchten wir das Thema „GRENZEN“ unter verschiedenen Aspekten betrachten.

Ausgehend von der therapeutischen Situation hatten wir ursprünglich eine vertiefte Beschäftigung mit den Grenzen unseres psychoanalytischen Handelns, den notwendigen Regelsetzungen, den Entwicklungen normierender Systeme zur Erhaltung des Rahmens sowie die Folgen von Grenzverletzungen im Blick. Die gravierenden Folgen von Grenzüberschreitungen wurden in den letzten Jahren verstärkt untersucht und fordern uns zu einer vertieften Reflexion unseres Behandlungsrahmens und unserer Technik auf.
Darüber hinaus sind in diesem Kontext in den letzten Jahren die „geschlossenen Gesellschaften“, die abgeschotteten Systeme in Familien, Kirchen, Schulen oder auch Sportvereinen durch verschiedene, oft mutige Enthüllungen Einzelner in den Blick geraten und erfordern ein Handeln auf den politischen und strukturellen Ebenen der Gesellschaft. Als Psychoanalytiker können wir hierzu unser Verständnis anbieten.

Viele von uns denken bei „Grenzen“ zurzeit aber vorrangig an die aktuelle Situation, in der verängstigte und traumatisierte Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut an den europäischen Grenzen stehen, während gleichzeitig innerhalb unserer Grenzen Fremdenfeindlichkeit, rassistische Ideologien, Hass und Gewaltbereitschaft anwachsen. Grenzen bezeichneten ursprünglich etwas Äußeres, wie die erwähnten territorialen Markierungen. Die begriffliche Erweiterung auf intrapsychische und interpersonelle Grenzen erklärt Entwicklungen, sowie Phänomene und Konflikte in menschlichen Beziehungen.
In unserem psychoanalytischen Arbeitsalltag sind Grenzen ständig präsent in Rahmen und Setting, in Zielsetzungen und erwünschten strukturellen Veränderungen einer psychoanalytischen Behandlung.

In unseren Vorträgen, Seminaren und Arbeitsgruppen während unserer Tagung werden sich „Grenzen“ u.a. im soziokulturellen und gesellschaftlichen Kontext, im therapeutisch/analytischen Prozess, in der frühen Kindheitsentwicklung und in der psychoanalytischen Aus- und Weiterbildung wiederspiegeln. Damit werden Sie Möglichkeiten haben, sich sowohl über die positiven, Sicherheit und Schutz gebenden Aspekte, als auch über Begrenzungen und Grenzverletzungen im destruktiven und verunsichernden Sinne auszutauschen.


Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme und wünschen uns anregende Gespräche.

Beate Unruh
Vorsitzende

Susanne Walz-Pawlita
Stellv. Vorsitzende

Ingrid Moeslein-Teising
Stellv. Vorsitzender

 

Referentinnen / Referenten
Moderatorinnen / Moderatoren

A

Eeva-Kristiina Akkanen-vom Stein

Stephan Alder, Dr. med.

Elizabeth Allison, Dr. med.

B

Manfred E. Beutel, Prof. Dr. med.

Dirk Blothner,
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.

Werner Bohleber, Dr.phil.

Karl Heinz Brisch,
Priv.-Doz. Dr. med.

Josef Brockmann,
Dr. phil. Dipl.-Psych.

Klaus-Jürgen Bruder,
Prof. Dr. phil.

Claudia Burkhardt-Mußmann

D

Michael M. Dittmann

Anne Dormann, Dr. med.

Caroline Drath

E

Angelika Ebrecht-Laermann,
Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych.

F

Daniela Foohs, Dipl.-Psych.

Claudia Frank, Priv.-Doz.Dr.med.

Kristina Frederking, Dr.med.

G

Jürgen Golombek, Dipl.-Psych.

Joachim Grefe, Dr. med.

H

Renate Haas, Dr.phil.

Dirk Hamelmann-Fischer,
Dipl.-Psych.

Susann Heenen-Wolff,
Prof. Dr. phil.

Anna Sophie Herrmann,
Dipl.-Psych.

Andreas P. Herrmann,
Dr. med. M.A.

Mathias Hirsch, Dr.med.

Monika Huff-Müller, Dipl.-Psych.

I

Elisabeth Imhorst,
Dr. phil. Dipl.-Psych.

K

Monique Kaulertz

Holger Kirsch, Prof. Dr. med.

Eva Klein, Dipl.-Psych.

Michael Klöpper, Dr. med.

Petra Koellreutter-Strothmann,
Dr. med.

Michael Krenz
Dipl.-Psych. Dipl.-Päd.

Ronny Krüger, Dipl.-Psych.

M

Claudia Marschner, Dr.med.

Rupert Martin,
Dr. phil. Dipl.-Psych.

Antje Masemann

Elke Metzner,
Dr. phil. Dipl.-Psych.

Michael Meyer zum Wischen,
Dr.med.

Brigitte Mittelsten Scheid,
Dipl.-Psych., Politologie M.A.

Bettina Mudrich, Dipl.-Psych.

Karsten Münch, Dr. med.

P

Diana Pflichthofer, Dr.med.

Johannes Pries

R

Ingrid Rothe-Kirchberger,
Dr. med.

Birgitta Rüth-Behr, Dr. med.

S

Dieter Sandner,
Univ.-Doz. Dr. phil. Dipl.-Psych. M.A.

Christiane H. Schleidt,
Dr. phil.

Gertraud Schlesinger-Kipp,
Dr.phil. Dipl. Psych.

Andrea Schleu, Dr. med.

Alice Schwarzer

Kerstin Sischka, Dipl.-Psych.

Anne A. Springer, Dipl.-Psych.

Albrecht Stadler, Dipl.-Psych.

Bernhard Strauß,
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych

T

Giulietta Tibone,
Dr. jur. Dipl.-Psych.

W

Dieter Wacker, Dipl.-Psych.

Christoph E. Walker,
Dr. rer. soc. Dipl.-Psych.

Herbert Will, Dr.med.

Z

Raina Zimmering, Prof. Dr.